Schloss Elmau mit Flaggen

Was passiert bei Festnahmen?

Sollten im Rahmen der G7 Proteste Festnahmen erfolgen, wurde dafür der Abrams Komplex in Garmisch-Partenkirchen dafür vorbereitet. Zu Schnellverfahren wie in Heiligendamm soll es dazu aber nach Möglichkeit nicht kommen.

Festgenommene werden im Abrams Komplex in Garmisch-Partenkirchen untergebracht. Dort soll zunächst jede Person "zur Begrüßung" ein Getränk und einen Riegel Essen erhalten, denn im Vorfeld könnte die Zeit ohne Versorgung länger gedauert haben.
Danach erfolgt zuerst die Feststellung der Identität und es werden Fotos gemacht und weitere Biometrische Merkmale wie Fingerabdrücke aufgenommen. Zur Unterbringung selbst wurde ein Zellentrakt aus Containern aufgebaut. Eine Massenunterbringung in Drahtkäfigen, von der aus Heiligendamm berichtet wurde, wird es nicht geben. Jede der 40 Zellen wird im Normalfall mit maximal 4 Personen belegt werden. Im Extremfall könnten auch 5 Personen pro Zelle untergebracht werden. Die räumlichen Verhältnisse entsprechen dabei den aktuellen Standards. Heizungen und Klimaanlagen sind entsprechend vorhanden.
Weiter sind in dem Komplex Bereiche für die Justiz eingerichtet, die mit Richtern und Staatsanwälten besetzt sind. Für Strafverteidiger stehen Büros zur Verfügung um sich mit ihren Klienten zu beraten. Eigentliche Arbeitsräume stehen diesen aber nicht zur Verfügung. Aus diesem Grund haben die Verteidiger die Bayernhalle angemietet um dort zu arbeiten und in direkter räumlicher Nähe zu den Gefangenen zu sein.
Entschieden wird auf dem Gelände dabei nur, ob Haftgründe vorliegen. Zu Verurteilungen im beschleunigten Verfahren soll es nach aktueller Planung nicht kommen.

(PR - 03.06.2015)

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