Schloss Elmau mit Flaggen

Großdemonstration in Garmisch-Partenkirchen

Die erhofften 10000 oder mehr Teilnehmer konnten nicht erreicht werden. Während das Bündnis Stop-G7-Elmau von etwa 7500 Teilnehmern spricht, zählte die Polizei knapp 4000. Am Wendepunkt der Demonstration vor der Wildenauer Straße kam es zu einzelnen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten.

In der ersten Hälfte der Demonstration war von Gewalt keine Spur zu sehen. Der bunte Zug kam aber am Wendepunkt zum stehen und dort drohte die Situation zu eskalieren. Über die Günde gibt es wie zu erwarten verschiedene Ansichten. Teilweise drängte sich der Eindruck auf, an dieser Stelle sei eine längere Blockade geplant gewesen, gegen die - so kündigte die Polizei im Vorfeld mehrmals an - man entschlossen vorgehen würde. Oft werden auch Zugriffe der Polizei, zum Beispiel bei Vermummung, als Angriffe auf die Demonstration gewertet, gegen welche man sich im Recht sieht zu eagieren. So kann aktuell über die tatsächlichen Auslöser der kritischen Minuten noch nichts eindeutiges berichtet werden.
Insgesamt machte die Demonstration aber einen deutlich friedlicheren Eindruck als manche im Vorfeld befürchteten. Vor allem befürchtete befürchtete Sachbeschädigungen scheinen ausgeblieben zu sein.
Im weiteren Verlauf machte ein Unwetter das Camp nahezu unbewohnbar, die Bewohner mussten in behelfsmäßigen Unterkünften Schutz suchen. Damit sind auch die angekündigten Blockaden, die den Gipfel selbst empfindlich treffen sollten, für den Samstag ausgefallen.
Am Sonntag folgt nun der Sternmarsch Richtung Elmau, dessen endgültige Routen noch in letzer Sekunde durch das Verwaltungsgericht in München geändert werden könnten.

(PR - 06.06.2015)

vorheriges Bild
nchstes Bild