Schloss Elmau mit Flaggen

Status von G8 Projekten im Gemeinderat von Krün

Bürgermeister Thomas Schwarzenberger berichtete in der öffentlichen Sitzung am 15.4.2014 über den aktuellen Stand von Projekten der Gemeinde, die in Zusammenhang mit dem G8- bzw. G7-Gipfel stehen.

Im einzelnen wurden folgende Projekte behandelt:

  • Umfahrung Klais Die geforderte Umfahrung von Klais wird nicht realisiert, beide Vorschläge wurden angelehnt. Die Variante "Ost" über den Quicken scheiterte am Naturschutz und der Problematik ungeklärter Eigentumsfragen, die Variante "WEST" über das Schützenhaus wurde als nicht realisierbar angesehen, unter anderem wegen dem benötigten Bahnübergang.
  • Mautstraße Elmau: Die bereits bekannten Pläne wurden konkretisiert. Die Brücke an der Mautstation soll komplett erneuert und die Straße bis zum Wanderparkplatz neu asphaltiert werden. Von einer Straßenverbreiterung war nicht mehr die Rede.
  • Bahnsteige: Der barrierefreie Ausbau der Bahnsteige in Klais ist nicht mehr zu realisieren, allerdings wird eine Sanierung geplant. Im Zuge dieser Maßnahmen wird auch die Höhe des Bahnsteigs an heutige Standards angepasst.
  • Wasserleitungen in die Elmau: In die Elmau wird in diesem Sommer eine neue Trinkwasserleitung gelegt. Diese dient als Notfallversorgung, falls die Quelle der Elmau ausfallen sollte. Die Kapazität wurde so geplant, dass auch eine Komplettversorgung der Elmau über diese Leitung möglich wäre.
  • Feuerwehrausrüstung: Da während des Gipfels die Feuerwehr dauerhaft in der Elmau stationniert ist (mindestens ein Löschfahrzeug) wurde ein Antrag für ein Fahrzeug und die benötigte Schutzausrüstung der Feuerwehrmänner gestellt. Das Fahrzeug könnte anschließend ein in die Jahre gekommenen Fahrzeug der Feuerwehr Krün ersetzen. Bis jetzt gibt es aber noch keine Antwort.
  • Telekommunikation: Die Deutsche Telekom wird das Mobilfunknetz in der Region ausbauen. So sollen alle Sendemasten aufgerüstet und dauerhaft mit der modernen Datentechnik LTE ausgestattet werden. Zudem sind drei neue Basisstationen geplant (zwei für Elmau und Kranzbach und eine für den Bereich B2/Gerold), eine vierte Station wird nur temporär für den Gipfel aufgebaut und soll das kleine Medienzentrum in der Elmau bedienen.
  • Digitaler Behördenfunk: Da in der Region der digitale Behördenfunk schneller als geplant eingeführt wird, wurde ein Antrag auf eine 100% Förderung bei der Beschaffung der Endgeräte gestellt. Normalerweise würden pro Fahrzeug eine bestimmte Anzahl Handfunkgeräte beschafft und 80% gefördert. Die Zahl der Handfunkgeräte liegt aber niedriger als die aktuelll verwendete Anzahl, zusätzliche Funkgeräte würden die Kommunen aber sehr viel Geld kosten. Sollte die erhöhte Förderung bewilligt werden, wäre es möglich, mit dem eingsparten Geld die zusätzlich benötigten Geräte zu beschaffen.
  • Sanierung Rathaus und Vorplatz: Das Rathaus in Krün soll barrierefreie WCs bekommen. Der Lesesaal soll renoviert werden. Einzelmaßnahmen könnten über die Dorferneuerung ermöglicht werden.
  • Personelle Unterstützung: Um die Gemeinde Krün in der kommenden zeit zu unterstützen, wurden zwei Stellen zugesagt. Eine Verwaltungsfachkraft soll vom Freistaat kommen, eine weitere Stelle ausgeschrieben werden. Beide Stellen wären zum 31.12.2015 befristet.

  • Weiter dankte Schwarzenberger für die gute Zusammenarbeit mit dem Freistaat, den Ministerien und nicht zuletzt mit den Nachbargemeinden. Denn nur so könne die Fertigstellung aller Baumaßnahmen bis Ende Oktober realisiert werden. Diesen engen zeitplan musste man sich setzen da mit dem Winter sonst der "Baustellenfreie G8-Gipfel" in Gefahr wäre. Angekündigt wurde auch eine Informationsveranstaltung Anfang Mai, in der die Gemeinden, die Alpenwelt Karwendel und die Polizei weitere Informationen an die Bevölkerung geben werden. Um die Projekte reibungslos durchführen zu können, beschloss der Gemeinderat, einen Geschäftgsbesorgungsvertrag bei der BayernGrund GmbH abzuschließen. Dieser wird mit einer Summe von 5 Millionen Euro gedeckelt und hat eine Laufzeit von 5 Jahren. Anfallende Kosten für die Projekte werden aus diesem Topf bezahlt, bis die vereinbarten Förderungen geflossen sind.

    (PR - 15.04.2014)

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