Schloss Elmau mit Flaggen

Sachstandsbericht im Gemeinderat Krün

Krüns Bürgermeister Schwarzenberger informierte den Gemeinderat und die zahlreich anwesenden Zuhörer über den aktuellen Stand von Projekten in Zusammenhang mit dem G8 Gipfel.

Die Arbeiten an der Mautstraße gehen zügig voran, so soll die Brücke an der Mautstelle bereits in der ersten Augustwoche fertiggestellt sein. Diese wird mit einer Schranke ausgestattet, um die Verkehrsgeschwindigkeit in Richtung Krün auf der vorgeschriebenen Geschwindigkeit zu halten. Auch die Verlegung der Leitungen kommt voran. Sobald diese abgeschlossen ist wird die Teerdecke bis zum Wanderparkplatz in der Elmau in Angriff genommen.
In Klais selbst ist die Sanierung der Bahnhofstraße und des Elmauer Wegs geplant, wird aber erst nach dem Gipfel umgesetzt. Dabei wurde aus der Bevölkerung angeregt, mittels Temposchwellen die Geschwindigkeit zu begrenzen. Auch zur Ertüchtigung des Klaiser Bahnhofs gibt es neue Informationen. So wird von 17.8 bis 15.9 der Bahnsteig erhöht und mit einem neuen Belag versehen. In dieser Zeit kann kein Zug halten und es wird ein Schienenersatzverkahr eingerichtet, weiter sind Zugausfälle in geringem Umfang möglich. Zudem wird die Beleuchtung am Bahnhof modernisiert.
Die Wasserinfrastruktur der Gemeinde Krün wird modernisiert werden, dazu gehören auch die Überwachungs- Steuerungsanlagen. Mit einem Alter von bis zu 38 Jahren wurde diese Maßnahme nun etwas vorgezogen. Dadurch kann mit den Fördermitteln aus dem G8 Topf eine Belastung der Bevölkerung vermieden werden. Weiters wird ein Trinkwassernotverbund mit Wallgau aufgebaut, wodurch die Hochbehälter der beiden Gemeinden aus dem jeweils anderen Brunnen gespeist werden können. Insgesamt ergibt sich hier durch die verfügbaren Fördermittel eine Ersparnis im Bereich von 500000 Euro.
Auch die Feuerwehr profitiert von den erweiterten Förderungen. Zwar muss auch weiter ein erheblicher Betrag durch die Freiwillige Feuerwehr finanziert werden, insgesamt können aber zwei Fahrzeuge zu einem Betrag beschafft werden, der sonst nur eines erlaubt hätte.
Etwas detailliertere Informationen zur Breitbandversorgung konnten auch mitgeteilt werden. Neben der bereits bekannten Aufrüstung des Mobilfunks auf LTE und dem Neubau eines Mastes bei Gerold, sollen nun auch neue Kabelverzweiger in Krün im Gewerbegebiet und den Ortsteilen Bärnbichl und Barmsee aufgebaut werden. Auch Vodafone will seine Sendemasten auf den neuesten Stand bringen, welcher wie bei der Telekom dauerhaft erhalten bleiben soll. Über Ausbaumaßnahmen in den anderen Gemeinden, hier vor allem Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald, gab es aber keine neuen Informationen.
Zu einer angefragten höheren Förderung für den Ausbau des digitalen Behördenfunks gibt es laut Schwarzenberger noch keine Antwort. Ebenso verhält es sich mit einer angefragten Tourismusförderung durch das Wirtschaftsministerium.
Direkt in Krün wird dieses Jahr die Neugestaltung des Rathausvorplatzes und des Rathauses selbst angegangen. Die Außenarbeiten sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein.
Das stark belastete Personal in der Krüner Gemeindeverwaltung wird seit kurzem durch zwei weitere Kräfte unterstützt.

Schließlich betonte Schwarzenberger die großen Chancen die der Gipfel der Region biete, erwähnte aber auch die außerordentlich hohe Belastung, der die Bevölkerung von Klais momentan ausgesetzt sei. Gegen eine Neiddebatte hinsichtlich der Förderungen in den Nachbargemeinden appellierte er vehement. Bei keiner Förderung in der Nachbarschaft würde im Gegenzug Krün etwas entzogen. Vielmehr solle man sich als eine Region fühlen und sich über die gesamten Förderungen freuen, die immerhin zum aktuellen Stand in der Region von 7 Millionen Euro liegen.
Ein letzter Beschluss zum Thema behandelte die Aussetzung der Maut auf der Straße in die Elmau für drei Monate. Mehr dazu lesen Sie im Artikel auf Isartal News.

(PR - 29.07.2014)

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