Schloss Elmau mit Flaggen

Informationsveranstaltung in Klais

Am Montag den 15.12.2014 waren alle Bewohner von Klais ins Schützenhaus geladen, um von Bürgermeister Thomas Schwarzenberger und Polizeidirektor Peter Kuhn über den G7-Gipfel 2015 informiert zu werden.

Nach der großen Bürgerinformation in Garmisch-Partenkirchen wurde nun die Informationsoffensive in Klais fortgesetzt. Wobei hier weniger die große Politik die Menschen bewegte, vielmehr waren es die persönlichen Fragen, denen sich die Redner stellten.
Durch den dauernden Baustellenverkehr und die Aussicht, bis über den Gipfel hinaus nicht zur Ruhe zu kommen - dann erst werden die Arbeiten an der Straße durch den Ort endgültig abgeschlossen - trägt Klais wohl eine der größten Belastungen durch den Gipfel. Speziell zum Sicherheitsthema konnten nun alle Bewohner ihre Fragen stellen. Diese betrafen vor allem zu erwartende Demonstrationen und deren mögliche Auswirkungen. Polzeidirektor Kuhn erläuterte den aktuellen Stand der Sicherheitsmaßnahmen und die Position der bayerischen Polizei.
Zu den Sicherheitsbereichen wurden im Wesentlichen die Schilderungen der Versammlung in Garmisch-Partenkirchen bestätigt, der Sicherheitsbereich 1 wird eng um das Schloß gelegt, der Sicherheitsbereich 2 fängt an der Mautstelle an und reicht bis über den Hubschrauberlandeplatz hinaus. Klais würde daher ausserhalb der Sicherheitsbereich liegen, womit theoretisch Demonstrationen möglich wären. Allerdings verläuft durch den Ort die Zufahrtsstraße für den Veranstaltungsverkehr (der Rettungs- und Polizeiverkehr soll laut Kuhn über den Ferchensee laufen) und zählt weiter zu den Rettungswegen. Die Polizei vertritt daher die Meinung, Demonstrationen seien erst ab einem Mindestabstand von 200 Metern zur Straße denkbar - der Ortsbereich von Klais würde damit praktisch ausfallen - zuminest für größere Demonstrationen. Das letzte Wort hat hier das Landratsamt, welches zum Beispiel einen Infostand mit wenigen Teilnehmern genehmigen könnte. In den Sicherheitsbereichen selbst werden wahrscheinlich keine Demonstrationen genehmigt werden, auch in den Naturflächen ausserhalb wird aus Naturschutzgründen wohl keine Demonstration genehmigt werden. Es wird aber bereits gemutmaßt, die endgültige Entscheidung würden die Gerichte bringen.
In Klais selbst wird die Straße großzügig abgesichert, die entsprechende Absperrung werde also hinter den Anliegergrundstücken verlaufen, so dass diese effektiv vor Sachbeschädigungen geschützt seien.
Zu möglichen Entschädigungen für gipfelbedingte Schäden konnte noch keine abschließende Antwort gegeben werden, hier sei die Staatsregierung aktuell noch in den Verhandlungen mit der Versicherungswirtschaft. Konkreter wurde Schwarzenberger zu den immer wieder im Raum stehenden Demo-Camps. Er teilte hier die Befürchtungen der Staatsregierung und Polizei, die Camps könnten eine Basis für Gewalttaten bieten, und ersuchte die Bevölkerung keine Flächen dafür zur Verfügung zu stellen.
Insgesamt werde Klais mit einem sehr großen Polizeiaufgebot rechnen müssen - wie auch die Orte und Weiler entlang der B2 - Sachbeschädigungen seien daher aus Sicht der Polizei in diesem Gebiet kaum zu erwarten.

(PR - 17.12.2014)

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