Schloss Elmau mit Flaggen

Gipfelgegner weiter auf Flächensuche

Wenn im n√§chsten Juni mehrere Tausend Teilnehmer zu den mehrt√§gig angelegten Protesten gegen den G7 Gipfel in den Landkreis kommen, stellt sich f√ľr die Organisatoren momentan die dr√§ngende Frage, wo die Teilnehmer schlafen sollen. Ein Gro√üteil der Betten ist bereits ausgebucht und kommt preislich f√ľr viele Teilnehmer nicht in Frage. Gegen sogenannte Demo Camps gibt es Tendenzen in den angrenzenden Gemeinden, diese mach M√∂glickeit zu verhindern.

Hintergrund sind Bef√ľrchtungen der Polizei, in geschlossen Camps k√∂nnten Straftaten vorbereitet werden und Waffen versteckt sein. Man bezieht sich dabei auf Erfahrungen aus Heiligendamm 2007 und dem NATO Gipfel 2009. Die um den Gipfelort liegenden Gemeinden haben diese Bedenken aufgegriffen und versuchen aktiv, Demo Camps zu verhindern. So wurden Grundst√ľckseigner vor den m√∂glichen Folgen einer Bereitstellung von Fl√§chen gewarnt, vornehmlich vor der Nichtbezahlung von Geldern und m√∂glicherweise gr√∂√üeren Sch√§den an den Grundst√ľcken. Die Gegenseite wendet sich nun an die √Ėffentlichkeit und stellt die Situation aus ihrer Sicht dar.
Dort sehe man die Camps eher als einen Punkt, der zu einem ordentlichen Verlauf der Proteste beitragen kann, da die Teilnehmer dadurch schnell und zentral informiert werden k√∂nnen. Miriam Scholtysik von der Camp AG des Aktionsb√ľndnis Stop-G7-Elmau geht sieht die Politik des Innenministeriums und der Beh√∂rden als "gastfeindlich" und diese w√ľrde zu "chaotischen Zust√§nden f√ľhren". Es ist zumindest anzunehmen, dass sich viele Teilnehmer nicht von eventuell fehlenden √úbernachtungsm√∂glichkeiten abschrecken lassen. Konkret w√ľrden dann kleine Parkpl√§tze an den Stra√üen und Wiesenfl√§chen ohne vorherige Absprachen genutzt. Dass gerade das Wildcampieren wahrscheinlich schnell durch die Polizei unterbunden w√ľrde ist klar - aber auch dass dadurch ein Keim f√ľr eine Eskalation der Stimmung gelegt w√ľrde. Die n√§chsten Wochen werden hier zeigen, wie die Abw√§gung der Vor- und Nachteile letztlich ausf√§llt.
Derweil m√∂chten sich die Gipfelgegner st√§rker in der √Ėffentlichkeit pr√§sentieren und werden am Samstag, den 17. Januar den ganzen Tag einen Informationsstand am Kurpark in Garmisch-Partenkirchen betreiben.

(PR - 16.01.2015)

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