Schloss Elmau mit Flaggen

G7-Gegner informieren verstärkt vor Ort

Nach dem Infostand am 17. Januar in Garmisch-Partenkirchen präsentiert das Bündnis Stop-G7-Elmau ihre Sicht der Dinge demnächst in Mittenwald.

Erklärtes Ziel der Gipfelgegner ist der Kontakt mit der Bevölkerung um eventuell bestehenden Ängsten entgegenzuwirken. Gerade die Furcht vor möglichen Ausschreitungen und deren Folgen ist in der Bevölkerung ein bestimmendes Thema. Dazu will man mit den Anwohnern Gespräche führen und freut sich über jeden interessierten Besucher.
Natürlich wird dabei auch das momentan dominierende Thema der Demo-Camps eine Rolle spielen. Noch zeichnet sich in diesem Punkt keine Lösung ab. Während die Betreiber in spe die Vorteile der Camps herausstellen, gibt es von Seiten der Polizei eine stark ablehnende Haltung, die auch auf die Landkreisbehörden und Kommunen durchschlägt.
Im Kreis selbst ist dazu eine große Unsicherheit zu verspüren. Einerseits teilt man die Bedenken der Polizei hinsichtlich möglicher Waffendepots und Rückzugsräume für Straftäter, andererseits bestehen Bedenken, durch eine Verhinderung organisierter Camps könnte es zu einer unüberschaubaren Zahl an Wildcampern kommen. Wobei bei letzteren nicht nur die Müll- und Haftungsproblematik völlig ungeklärt wäre.
Aus Kreisen der Gipfelgegner haben wir erfahren, dass bereits in den ersten Treffen die Problematik von Ausschreitungen gewaltbereiter Gruppen erkannt wurde. So wurde festgestellt, dass die Demonstrationen in ihrer Eskalation einen breiten Raum in den Medien einnahmen, die eigentlichen Ziele und Aussagen der Gipfelgegner aber kaum einen Weg in die Massenmedien fanden.
Für einen friedlichen Ablauf aller Aktionen zum Gipfel wird auch die Durchsetzungsfähigkeit der verantwortlichen Organisatoren gegenüber gewaltbereiten Teilen relevant sein. Eine klare und nachvollziehbare Distanzierung von Gewalt ist dabei auch für die weitere Planung der Unterkünfte für Demonstranten ausschlaggebend.

(PR - 24.01.2015)

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