Schloss Elmau mit Flaggen

Sachstandsbericht im Krüner Gemeinderat

Nachdem nun über zwei drittel der Strecke zum G7-Gipfel geschafft sind, zieht Krüns Bürgermeister Thomas Schwarzenberger ein erstes Fazit über die damit verbundenen Projekte. Mit dabei ist auch ein Zuckerl für die Krüner Feuwerwehr.

Die meisten größeren Bauprojekte konnten durch den späten Winterbeginn weitgehend fertiggestellt werden. An allen Projekten sind zwar noch Arbeiten zu erledigen, diese sind aber kaum Wetterabhängig. So steht auch der neue Hochbehälter für Elmau. Die Anschlussarbeiten finden in den nächsten Monaten statt, die endgültige Fertigstellung der Umgebung findet aber erst nach dem Gipfel statt, der Platz wird während des Gipfels für Busse des Bundespresseamts benötigt. Alle technischen Anlagen sollen aber im April fertiggestellt sein.
Bei der Elmauer Mautstrasse musst die Strassengemeinschaft durch die Aussetzung der Maut im Sommer und Herbst Einbußen von 40000 Euro hinnehmen. Diese können noch aus den Rücklagen aufgefangen werden. Sollte es im Zuge des Gipfels zu einer erneuten Aussetzung der Maut kommen, wäre dies nicht mehr möglich, es könnte zu einer Belastung der Strassengemeinschaft entsprechnd ihrer Anteile kommen.
Beim Breitbandausbau gibt es für Krün positives zu berichten. Die Ortsteile Bärnbichl und Barmsee werden mit Glasfaserangebundenn Kabelverzweigern augestattet. Damit stellt Krün einen Hotspot in der Breitbandversorgung des Landkreises dar. Mit der von Heimatminister Söder angekündigten Finanzspritze von 20 Millionen Euro für den Breitbandausbau in der Region, könnte sich die Situation auch in den anderen Orten der G7 Region verbessern.
Beim Mobilfunk gibt es ebenfalls eine Entwicklung, so soll es in Gerold, Kranzbach und im neuen Gewerbegebiet in Krün neue Masten mit LTE Funktechnik geben. Zum Gipfel wird es zudem weitere temporäre Mobilfunkmaste geben.
Die Beschaffung der neuen Feuerwehrfahrzeuge für die Freiwillige Feuerwehr Krün läuft auch im Plan, die neuen Fahrzeuge werden zum Gipfel bereitstehen. Zur Ausrüstung der Feuwerwehrmänner werden 40 Sets aus Schutzjacke und -Hose mit maximal 70% bezuschusst. Der Gemeinderat verständigte sich darauf, auch allen anderen aktiven Feuerwehrmännern die neue Ausrüstung zukommen zu lassen. Über die nächsten Jahre wäre diese Investition sicher notwendig gewesen, mit der heutigen Entscheidung können alle Feuerwehrmänner mit der den aktuellen Normen entsprechenden Schutzausrüstung ausgestattet werden.
Insgesamt bewegt sch das Volumen der G7 Maßnahmen für Krün im Bereich von über 10 Millionen Euro. Einen Teil davon muss die Kommune vorstrecken und entsprechend bis zur Zahlung durch andere Stellen finanzieren. Dabei wird es einen Teil geben, der an der Kommune hängen bleibt, die erste Schätzung von 750000 Euro musste auf bis zu einer Million korrigiert werden. Dies relativiert sich allerdings durch schiere Größenordnung der Infrastruktumassnahmen, die - so Schwarzenberger - in dieser Weise nie durch die Gemeinde zu stemmen gewesen wären.
Kritisiert wurde in der Sitzung, dass es noch keine definitive Aussage zu einer Kostenübernahme für eventuelle Vandalismusschäden gebe. hier befinde sich die Regierung noch in Verhandlungen mit der Versicherungswirtschaft. Einstweilen, so die Vorschläge mehrerer Gemeinderäte, sollen Gewerbetreibende und Eigentümer bei ihren Versicherungen direkt über eine mögliche Schadensübernahme vorsprechen. Man werden aber weiter auf eine allgemeine Lösung hinarbeiten - für Landwirte wurde diese bereits zugesagt.

(PR - 03.02.2015)

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