Schloss Elmau mit Flaggen

Großer Lasttest für den Digitalfunk

zwei Tage lang testeten mehrere Hundert Einsatzkräfte das Verhalten des neuen Funknetzes bei extremen Belastungen. In mehreren genau definierten Szenarien sollte das Netz gezielt überlastet werden.

Was passiert, wenn tausend Funkgeräte innerhalb kurzer die Funkzelle wechseln oder eingeschaltet werden? Das war eine der Fragen denen beim großen Lasttest am Wochenende nachgegangen wurde. Stützpunkt war das Olympiaskistadion in Garmisch-Partenkirchen. Dort trafen sich mehrere Hundertschaften der Bereitschaftspolizei und Bundespolizei sowie viele Freiwillige der Rettungsorganisationen, der Feuerwehren und des technischen Hilfswerks. Geleitet wurden die Tests von der Projektgruppe Diginet, die in Bayern für den Aufbau des Digitalfunks der BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) verantwortlich ist und dem Landeskriminalamt angehört.
Die gezielte Überlastung des Funknetzes wurde dabei auch durch mehrere Kolonnenfahrten ausgelöst, bei denen sich die Funkgeräte immer wieder in neue Zellen einbuchen mussten. Am Samstag waren dabei fast 140 Fahrzeuge beteiligt, eine mehrere Kilometer lange Kolonne, wie sie das Oberland wohl noch nicht gesehen hat. Die Auswirkungen auf den Verkehr wurden dabei durch eine geschickte Planung auf das Notwendigste beschränkt.
Im Skistadion selbst wurden dann 1000 Funkgeräte gleichzeitig auf engem Raum eingeschaltet und das Verhalten beim Einbuchen und dem Wechsel zwischen verschiedenen Betriebsarten und Sprechgruppen getestet. In allen Testszenarien scheint das Netz erwartungsgemäß funktioniert zu haben, genaue Erkenntnisse liegen aber erst nach der Auswertung umfangreicher Testprotokolle vor.

(PR - 16.03.2015)

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